September
2011
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Recycle deine Lieblingsteile!
Ein wirklicher Vorteil des Selbernähens ist wahrlich, dass man alten Lieblingsteilen neues Leben einhauchen kann. Wenn der Allerbeste beispielsweise den Kleiderschrank ausräumt, dabei tränenden Auges einen Pullover beiseite legt, der aber nun, durch strategisches Unvermögen, Wäsche richtig zu waschen, nur noch Bauchnabellänge besitzt - ja DANN! Schere zücken, schnippeln und einen Herbstpulli für den Sohnemann in Größe 98 draus machen.
Die Aussortieraktion kommt dabei sehr gelegen, denn der Sohnemann braucht nun endlich eine herbsttaugliche Ausstattung. Ich bin spät dran!
All the leaves are brown...
Von Lieblingsjahreszeiten.
Herbst. Meine Lieblingsjahreszeit. Durch Blätter rascheln, Eicheln sammeln, Tee trinken. Das Gefühl frischer Kastanien in der Hand. Der Duft - unverkennbar. Herbstfarben. Alles in Gold getaucht. Aber auch Nieselregen oder Gewitter, kalte Luft, dicke Pullover und Socken. Kerzen. Einfach wunderschön. Heute Morgen war deshalb die Familie strategchen den Herbst einsammeln. Wald- und Wiesensträuße sind doch wirklich die hübschesten.
Zum Mittag haben wir dann den Herbst gegessen. Kürbis als Quiche, Risotto oder Suppe ist ja schon fast Standart. Aber Pizza mit Kürbis kannte ich wirklich noch nicht (hier gelesen).
Auch Sohnemann nickte anerkennend (was er nur macht, wenn es ihm schmeckt).
Ein bisschen Sommerstimmung kam dann aber doch noch auf, die Sonne schien schön warm und wir machten uns auf zum Eisessen. An der Elbe schauten wir der Fähre zu und warfen Steine in die Fluten. Ein Dampfer fuhr entlang, wir winkten, die Fahrwasser-Welle machte uns nass und entführte Sohnemanns Socken. Nasse, aber glückliche Heimfahrt.
So ist er eben, der Herbst. Bunt, grau, golden, nieselig. Nur eins kann ich an ihm nicht leiden: Das danach der Winter kommt.
Unter Druck!
Blaudruck-Workshop
Heute Vormittag, im Museum für sächsische Volkskunst. Baumwolltuch, blaue Farbe, Schaumstoffstempel und Blaudruckmodeln.
Der Workshop, den ich zusammen mit amberlight und hotKontur besuchte (und einer Freundin, die jetzt mal herzlich gegrüßt wird), war wirklich spannend und unterhaltsam. Es war zwar kein "richtiger" Blaudruck, denn die Herstellung würde Wochen dauern und ist definitiv nichts für Öko-Junkies, aber etwas Eigenes zu schaffen macht ja immer Spaß.
Die Ergebnisse bleiben vorerst verborgen, werden aber sicher demnächst (Achtung, Cliffhanger!) vernäht.
Zipfelzapfel
eBook Wendezipfelmütze von klimperklein
Ich durfte das neue eBook von klimperklein testen. Pünktlich zur Mützen-Saison quasi erscheint ihr neues eBook für knuffelige Wendezipfelmützen.
Die Mütze hat wirklich viele Vorzüge: Nur aus Jersey genäht sind sie gut für den Übergang und die noch nicht so kalten Tage, mit Fleece gefüttert halten sie schön warm. Die Ohrenklappen bleiben auch ohne Bändchen gut an den Lauschern. Weil man sie wenden kann und immer nur eine Seite sieht, kann man auch völlig unpassende Stoffe miteinander kombinieren und hat so die Qual der Wahl, welche Seite nach außen darf.
Ich habe mich für den Sohnemann für die Fleece-Version entschieden. Da die "Wolkenseite" die bevorzugte ist, habe ich die Fleeceseite nur minimal aufgehübscht. Das gelbe Bündchen gibt dem Ganzen den Retro-Schliff, den ich so gerne mag.
Das eBook ist gut beschrieben, die Bilder helfen gut an kniffligeren Stellen. Viele hilfreiche Tipps sind auch mit eingebaut. Ein eBook mit Suchtpotential, käuflich zu erwerben hier.
Wichtelmädel
Zipfelinchen
Hach, hach, HACH! Schon wieder steht ein Geburtstag ins Haus, ein Kumpelinchen des Sohnemanns hat Geburtstag und läd ein. Auf der Suche nach einem Geschenk (ich weiß von der Tagesmama, das Püppchen grad das bevorzugte Spielgerät sind) bin ich über eine Anleitung für eine Wichtelmadame gestolpert. Das gute KleinformatMagazin wartet ja immer mal mit so hübschen Ideen auf. Und Wichtelinnen gehen doch nicht nur für Weihnachten und Schnee, nicht wahr? Ich bin ganz furchtbar verliebt, erkenne Suchtpotential und will noch ganz viele nähen!
Wankelmut
Richtungswechsel?!
Auf die Hormone kann ich es nicht schieben. Oder können Frauen das immer? Zumindest bleibt festzuhalten, das es höchst seltsam anmutet, das Mademoiselle strategchen just nach einem kompletten Jammereintrag, indem Nähproduktion noch in Gänze ausgeschlossen wurde, einen - ja fast schon ANFALL von Nähwut bekommt und einfach mal die große Halstücherfabrikation startet. Vielleicht war ich losgelöst, befreit, was auch immer. Die Tüchelchen kommen mit mir auf einen Markt. So.
Und noch mehr Näh-News: strategchen darf für klimperklein Probenähen. Die Mütze, auf die ich in ihrem Blog schon ewig neidvoll schiele. Proud!
Sammeln und sinnieren.
Nur für mich.
Ich glaube, es gibt nichts langweiligeres für die Nähwelt, als genähte Utensilos zu sehen. Trotzdem zeige ich schnell das entstandene für Sohnemanns Stifte:
Sogar ein bisschen bunt, dank SUSAlabim-Webband. Innen statt Wachstuch ein beschichteter Stoff, der einst eine Tasche ergab, die ich vor grob geschätzten 2 Jahren von der Frauenärztin mitnahm. Gefüllt mit Schwangerenschnickeldi. Später gab es mit der Entlassung aus der Klinik noch eine "Wickeltasche" selben Stoffes. Der Stoff eignet sich, dank robuster und abwaschbarer Struktur, für ein Stifte-Utensilo sogar besser als Wachstuch. Die Henkel der Tasche hab ich schon an anderer Stelle umverwendet.
Sonst bleibt es, rein nähtechnisch, ruhiger hier. Mein Vorhaben, nach den Prüfungen den verwahrlosten Shop wieder zu neuem Leben zu erwecken, lasse ich nun doch bleiben. Ich merke, dass allgemeiner Geschmack und der meinige nicht recht kompatibel zu sein scheinen. Ich bin nicht überrascht, es ist ja nicht das erste Mal, dass ich das bemerke. Sicher hätte auch mein Kram eine Zielgruppe. Und die bin primär ICH. Aufträge hab ich immer gerne angenommen und werde ich sicher auch noch. Aber "produzieren" werde ich nicht. Vielleicht bin ich auch zu feige, weil ich glaube, meine Sachen würde niemand wollen... Eins bleibt festzuhalten. Los komme ich nicht mehr vom Nähen.


