Schwere Geburt...

...inklusive Nachwehen.

Die letzten Wochen verbrachte ich häufig im innigen Zwiegespräch mit linguistischen Büchern und meinen dazugehörigen Ausarbeitungen. Abschlussprüfung heißt der Auslöser uns selbige gedachte ich gut abzuschließen. Trotz Heimkindbetreuung. Also wurde nach altbekanntem Muster die Sohnemann-Mitagsschlaf-Entspannungspause wegrationalisiert, ebenso die "Er ist im Bett jetzt erst mal Füße hoch"-Abendphase. Der Räuber lernte auch einiges, nämlich "ditte" (Bitte) zu sagen, "Babe" (Banane) zu verlangen oder mir zu erklären, dass Uhren "TiTa" (TickTack) machen. Das Ergebnis meiner Mühen in Worten: Einskommadrei, Schlafmangel, schwaches Nervenkostüm, Vernachlässigung alles sozialen Kontakte und eine Wohnung...ach, genug jetzt. Das Ergebnis macht mich schon glücklich. Der Körper allerdings antwortete nach diesen Wochen dann pünktlich zum Wochenanfang (ein Tag vor der Prüfung) mit Wattekopp, Hustenhustenhusten und Klumpnase. Der Sohnemann macht das natürlich alles mit, keine Frage - auch er hustet ordentlich. Ebenfalls ein bekanntes Muster. Ab heute schluckt er nun Antibiotikum.

Auch sonst liefern sich hier Pro und Kontra erbitterte Schlachten. Die Prüfungsergebnisüberraschung wurde nicht nur von allgemeiner Krankheit wieder etwas heruntergespielt, sondern auch von einem kleinen Ausflug des Sohnemanns mit Sturzfolge. Es bleiben eine Beule beim Räuber und Herzflattern bei mir. Die Tagesmuttersuche ergab einen Ausflug in "Eiche rustikal" (mit ebensolchen Regeln) und ins "schwedische Kinderparadies". Keine Frage, wo der Sohnemann dann ab April hinkommt. Schon jetzt werde ich sentimental, wenn ich an den ersten Abschied denke. Die Biokiste kam dann gestern mit falschem Inhalt an. In knapp 30 Minuten bekommen wir die richtige. Ach, das kommt auch noch dazu: Seit Montag bin ich mit totaler Appetitlosigkeit geschlagen. Seitdem habe ich genau einen Joghurt und ein Eis gegessen. Gerade diese Woche ist unser Kühlschrank voll wie nie.

Nun wisst ihrs. Was soll man dazu noch sagen.

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Der Beitrag wurde am 10.02.2011 unter dem Titel “Schwere Geburt...” veröffentlicht. Kommentar abgeben.